LANDSCHAFTS- VERBAND
 STADE

Theater auf dem Flett

Das plattdeutsche Seminar-Projekt
„Theater auf dem Flett":

Das seit 1991 bestehende ”Theater auf dem Flett” versteht sich als Seminar für Spielerinnen und Spieler aus den plattdeutsch sprechenden Laienbühnen zwischen Elbe und Weser. Durch die dreimonatige Probenzeit mit einem professionellen Regisseur, an die sich die Aufführungstournee anschließt, sowie die Notwendigkeit, sich in ein gänzlich neues Team einzufinden, soll eine Verbesserung der Leistungen aller Beteiligten erreicht werden. 

Große Ziele hat sich im Jahr 2012 Wolfgang Rostock, Regisseur des „Theaters auf dem Flett“, gesteckt: Nichts anderes als die berühmte Shakespeare-Komödie „Was Ihr wollt“, allerdings auf Plattdeutsch, will er mit den diesjährigen Teilnehmern seines Theaterseminars einstudieren. In diesem Seminar, das bereits 1981 von Heinrich Egon Hansen (Bad Bederkesa) ins Leben gerufen wurde, finden sich seitdem in jedem Jahr Schauspielerinnen und Schauspieler mehrerer Laienbühnen aus dem Elbe-Weser-Dreieck zusammen, um gemeinsam ein Stück einzustudieren und anschließend mit dieser „Gemeinschaftsinszenierung“ auf Tournee durch die Heimathäuser des Elbe-Weser-Dreiecks zu gehen. Die mehrmonatige Arbeit mit einem langjährigen Regie-Profi, das Einfinden in ein neues Team und auch die durch die unterschiedlichen Aufführungsorte nötige Flexibilität führen zur Verbesserung der schauspielerischen Leistung aller Teilnehmer.

Und dies ist geplant: Die Proben werden im März 2012 beginnen und finden 2 mal pro Woche im zentral im Elbe-Weser-Dreieck gelegenen Alfstedt statt. Bis zur Premiere am 7. September wird die Zeit schnell verflogen sein und dann wird es „ernst“. Geplante 19 Vorstellungen in 8 Heimathäusern bis zum Ende Oktober geben den allerletzten Feinschliff und nie geahnte Selbstsicherheit.

Wer teilnehmen möchte (auch zum „Schnuppern“ hinter den Kulissen, z.B. für Lichttechnik oder als Souffleuse) ist zu einem ersten Treffen um 19:30 Uhr am 21. Februar in der Wassermühle in Alfstedt herzlich willkommen. Interessierte melden sich bitte zu diesem ersten Treffen bis zum 17. Februar beim Landschaftsverband Stade an. 
 

 

Herr Adrian hett Liefpien von MolièreIm Jubiläumsjahr 2011 führte das Theater auf dem Flett das Stück “Herr Adrian hett Liefpien” auf. Dabei handelt es sich um die plattdeutsche Übersetzung von Molières “eingebildetem Kranken” (im Original: “Le Malade imaginaire”).Wolfgang Rostock 2009

Dazu meint der Regisseur, Wolfgang Rostock:

“Herr Adrian hett Liefpien”, berühmte Komödie zur Jubiläums-Spielzeit des "Theaters auf dem Flett”

Vor zwanzig Jahren hatte man im Landschaftsverband die glückliche Idee, das "Theater auf dem Flett" ins Leben zu rufen zur Pflege der niederdeuteschen Sprache. Mit beispielhaften Aufführungen unterstützt seitdem dieses Theater die Arbeit der Niederdeutschen Bühnen im Elbe-Weser-Dreieck. Gute Aufführungen stellen sich aber nicht von alleine ein. Es gehört viel Wissen und noch mehr Arbeit und Fleiß auf Proben und in Werkstätten dazu. Um das zu lernen und zu üben, bietet der Landschaftsverband in Stade auch Kurse für Spielerinnen und Spieler an sowie für Regisseure, Techniker und Beleuchter. Aufführungen, die dem Publikum gefallen und Freude machen, stellen sich nämlich nicht von allein ein. Vielmehr muß vorher auf Proben und in Werkstätten hart gearbeitet werden, Nur dann stellt sich der Erfolg ein, nur dann sind alle glücklich und zufrieden, die auf der Bühne und die im Zuschauerraum.

Gruppenbild nach der PremiereViele gute Stücke sind inzwischen über die Bühne des “Theaters auf dem Flett” gegangen und haben damit für den Besuch der Aufführungen anderer plattdeutscher Speeldeels in unserer Region geworben. Diesmal ist eine aussergewöhnliche Komödie zu sehen, die kritisch, aber auf heitere Weise einen Sonderling aufs Korn nimmt, der seiner Familie mit eingebildeten Leiden auf die Nerven fällt. Wer hätte nicht schon so einen Sonderling erlebt oder gar     unter dessen Marotten gelitten? Der große Molière hat so einen Zeitgenossen auf die Bühne gebracht. Der stürzt mit seinen eingebildeten Krankheiten nicht nur sich selbst, sondern fast seine ganze Familie ins Unglück, einschließlich seiner liebenswerten Kinder. Glücklicherweise bringt seine Haushälterin mit List und Geschick im allerletzen Augenblick alles wieder ins rechte Gleis. Mit viel Witz und Poesie geht alles gut aus, und alle sind glücklich.

Wie die Presse urteilt soll dieser Artikel zeigen (auch hier: Klicken, um lesbare Version zu sehen):

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Anna (Iris Richters, Oldendorf) und Angela (Tamara Ranke, Grasberg)Iris Richters (Oldendorf), Hermann Scholz (Köhlen) und Jens Wetter (Misselwarden)

Tamara Ranke (Grasberg), Wolfgang Steinhausen (Schiffdorf), Iris Richters (Oldendorf)
Herr Adrian hett Liefpien: Am Ende wird alles gut.

Hermann Scholz (Köhlen), Tamara Ranke (Grasberg) und Wolfgang Steinhausen (Schiffdorf)

Wolfgang Steinhausen (Schiffdorf), Jens Wetter (Misselwarden) und Hermann Scholz (Köhlen)

Die Mitwirkenden 2011

Herr Adrian, der eingebildete Kranke: Wolfgang Steinhausen, Schiffdorf

Regine, Adrians zweite Frau: Gabriele Melzer, Hesedorf

Angela, Adrians Tochter aus erste Ehe: Tamara Ranke, Grasberg

Luise, Adrians jüngere Tochter
aus erste Ehe: Ellen Domin, Kutenholz

Bernhard, Adrians Bruder: Andreas Lamp, Ebersdorf

Klemenz: Gerhard Melzer, Hesedorf

Herr Machandel, Doktor: Jens Wetter, Misselwarden

Thomas Machandel, sein Sohn: Hermann Scholz, Köhlen

Frau Hollunderbeer,
die Frau vom Apotheker: Karin Middeke, Drochtersen-Assel

Anna, Dienstmädchen: Iris Richters, Oldendorf

Souffleuse: Dörthe Neumann, Fredenbeck
Marianne Wetter, Misselwarden

Technik: Klaus Mangels, Flögeln

Maske: Anna Busetta Thies, Stade

Regie: Wolfgang Rostock, Bremen

Regieassistenz: Karin Middeke, Drochtersen-Assel

Organisation: Hubert Hansel, Stade
 

Über die Stücke, die wir in der Vergangenheit gespielt haben, informieren wir

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Dr. Hans-Eckhard Dannenberg, Tel. 04141/46 300
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