Kurz: Landschaftsverband Stade

Gruppe Kommunikation
Teamer: Maren Hansel, Schwedenspeicher-Museum Stade
 Silke Straatman, Ostpreußisches Landesmuseum Lüneburg

Nach einer kurzen Begriffsdefinition ( Kommunikation = sich verständigen, Nachrichten austauschen) machten die Kinder ein Brainstorming zum Thema Kommunikation an Bord. So sammelten wir, was den Kindern zu diesem Thema einfiel. Das ging über Briefe, Handy, Telefon, Funk , Flaggen bis zu Leuchtraketen und Leuchttürmen. Ein guter Themeneinstieg, der sich zudem als besonders hilfreich für die Stationsleiterinnen herausstellte, da auf diese Weise das Vorwissen der Kinder eingeschätzt werden konnte. Begriffe wie Morsealphabet, Flaggensignale und Funken wurden aufgegriffen, um sie näher mit den Kindern zu erläutern und auszuprobieren.
Einige Themen wollten wir genauer betrachten: wir nahmen uns das Morse - Alphabet vor. In diesem Alphabet werden die Buchstaben durch verschiedene Abfolgen von kurzen und langen Signalen dargestellt. Das hatten die Kinder sofort begriffen. Die Signale können zum Beispiel Töne sein oder etwa Lichtzeichen. Sie können auch niedergeschrieben werden, wobei ein Punkt ein kurzes Signal und ein Strich ein langes Signal darstellt. Die Kinder hatten Taschenlampen dabei und hatten ihren Spaß daran, sich kleine Botschaften zuzumorsen.

Kleine Nachrichten zum anderen morsen

Dann wandten wir uns dem Flaggenalphabet zu: Die Signalflaggen der Schiffe haben alle mehrere Bedeutungen. Zum einen steht jede Flagge für einen Buchstaben. Man kann also durch das Aufziehen mehrerer Flaggen ein Wort schreiben.

Zum anderen hat jede Flagge einen Namen und eine weitere Bedeutung. So steht die Flagge „Charlie“ für den Buchstaben C und sagt außerdem „ja“ bzw. „Bestätigung“.
Charlie

Klargestellt wurde, dass auch wenn heutzutage die Verständigung an Bord mit modernen elektronischen Mitteln betrieben wird, jeder Kapitän auf großer Fahrt die Bedeutung des Flaggenalphabets für den Notfall kennen muss.
Um das Flaggenalphabet näher kennen zulernen, erhielten die Kinder die Aufgabe, ein Flaggen-Memory herzustellen. Bei einem Memory bilden jeweils zwei Karten ein Paar. Es gilt, in einer verdeckten Menge von Karten die Paare herauszufinden. Jedes Kind bemalte mindestens ein Kartenpaar. Eine Karte stellte die Flagge dar. Auf der dazugehörigen Karte wurde die Flagge rechts oben in der Ecke wiederholt, dazu aber der Name, der Buchstabe und die Bedeutung der Flagge notiert. Am Ende der Museumspädagogischen Woche konnte jede Klasse ein Memory mit allen Flaggen des Alphabets mitnehmen.

Flaggenmemory


Nach der Pause begaben sich die Kinder in Zweiergruppen auf eine Entdeckungsreise durch das Museum und das Museumsschiff Iris-Jörg. Anhand eines Fragenkatalogs wurde das im Obergeschoss des Museums dargestellte Küstenmotorschiff erforscht. Die Kinder fanden heraus, woher der Strom für das Notfunkgerät im Rettungsboot kommt. Sie lasen im Schiffstagebuch der „Auberg“ und einiges mehr.
Am Funkgerät auf Spurensuche

Das WinklphabetBei der Funkanlage des Museumsschiffes Iris-Jörg wurde eine Geheimbotschaft hinterlegt, die mit Hilfe des Wink-Alphabets entziffert werden sollte.

Die geheimnisvolle Botschaft: PIRATENSCHATZ

Das Lösungswort besteht aus Buchstabenkombinationen, die im Internationalen Signalbuch als Botschaften nachzuschlagen waren.

Auf diese Weise wurde das Interesse der Kinder auf mehreren Ebenen angesprochen: Entdecken, Erforschen, Erfahren und Erkenntnisse machen. Im Sinne eines erlebnisorientierten Lernens mit „Hand, Herz und Verstand“.
 

 

Zum Abschluss wurde auch die Form der Kommunikation, die dem sozialen Miteinander auf dem Schiff förderlich ist, ausprobiert: Wir sangen Seemannslieder. Besonders „What shall we do with the drunken sailor“ gefiel den Kindern gut. Immer noch singend verließen sie schließlich das Museum. Ein schöner Abschluss, der allen großen Spaß machte.
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