Kurz: Landschaftsverband Stade

Für das Jahr 2012 hatte sich der Regisseur, Wolfgang Rostock, die Komödie “Jeppe in’t Paradies” von Paul Schurek, frei nach Ideen von Ludvig Holberg, ausgesucht.

Plakat Jeppe im Paradies 2012Zum Stück:

Was Macht aus Menschen macht

Das Stück spielt in irgend einem Dorf in Norddeutschland. Jeppe, ein kleiner, verträumter Bauer, wird frühmorgens von seiner resoluten Frau geschickt, Schmierseife zu kaufen. Jeppe geht auch los, aber schon auf dem Weg zum Kaufmann trifft er auf allerlei Ablenkungen. Als er dann noch dem geschäftstüchtigen Wirt begegnet, ist es um ihn geschehen, er gibt das Geld, das eigentlich für die Schmierseife gedacht war, für Schnaps aus. Völlig betrunken deklamiert er, was er alles besser machen würde, wenn er Baron wäre, dann schläft er auf dem Misthaufen ein um „vom Paradies zu träumen“. Hier findet ihn der richtige Baron. Kurzerhand läßt er Jeppe mit sich aufs Schloß nehmen. Dort wollen er und seine Leute sich einen gehörigen Spaß mit „Jeppe im Paradies“ leisten und ihn so auch disziplinieren.
Auf dem Schloß angekommen, richten sie alles so ein, daß Jeppe, sobald er erwacht, denken muß, er selber sei der Schloßherr und Baron. Zunächst ungläubig steigert sich Jeppe immer tiefer in diese Rolle, bis er sogar verfügt, einen Menschen hinzurichten. Erst jetzt merkt er, daß er nicht mehr wie er selbst handelt. Aber jetzt greift auch der richtige Graf wieder in das Geschehen ein und stellt Jeppe wegen des Todesurteils zu Rede.

Wie Jeppe wieder zu sich selbst findet, wie auch dem Baron klar gemacht wird, daß er zu weit gegangen ist und wie, schließlich handelt es sich um eine Komödie, alles wieder ins Lot gerät, soll hier nicht verraten werden. So viel sei aber schon gesagt: In dieser Komödie wechseln sich ausgelassene Szenen immer wieder mit besinnlichen Phasen ab. Handfestes, unbefangenes, lustiges Treiben behauptet sich neben zarten und lyrischen Abschnitten. Es gibt immer eine betrachtende Ebene und eine des direkten Handelns.

Mit dieser Komödie in drei Akten hat Paul Schurek ein Stück geschrieben, das unter der Regie von Wolfgang Rostock einmal mehr einen vergnüglichen Abend mit viel Spaß am Plattdeutschen bot.

Die Beteiligten vor und hinter der Bühne im Jahr 2012
Das Theater auf dem Flett in seiner Besetzung von 2012 sagt: Danke!

 

...und hier einige Bilder von der Premiere 2012 in Beckdorf.

 

Wolfgang Steinhausen, Ellen Domin, Gabriele Melzer (v.l.)Wolfgang Steinhausen, Bernd Schütt-Benthin (v.l.)

Andreas Lamp, Gerhard Melzer, Jens Wetter, Wolfgang Steinhausen (v.l.)Andreas Lamp, Wolfgang Steinhausen, Gerhard Melzer, Jens Wetter (v.l.)

Gabriele Melzer, Wolfgang Steinhausen, Gerd Melzer (v.l.)Wolfgang Steinhausen, Andreas Lamp, Jens Wetter (v.l.)

Gabriele und Gerhard Melzer, Andreas Lamp und Jens Wetter (v.l.)A. Lamp, E. Domin, B. Schütt-Benthin, G. Melzer, W. Steinhausen, G. Melzer und J. Wetter (v.l.)

gang Steinhausen und Dörthe NeumannDörthe Neumann und Wolfgang Steinhausen

 

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