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Hermann
Allmers Gesellschaft e.V. in Rechtenfleth:
Das Hermann -
Allmers -Heim
Generationen
von Studenten sangen sein Lied Dort Saaleck, hier die
Rudelsburg. Hermann Allmers, der Verfasser, ist ein Kind
der Osterstader Marsch. Dort wurde er 1821 in Rechtenfleth
halbwegs zwischen Bremen und Bremerhaven geboren, dort
lebte und arbeitete er, dort starb er 1902. Und dort steht noch
heute, unmittelbar hinter dem Weser-Deich, sein Haus, wie er es
hinterließ. Den elterlichen Bauernhof verwandelte er nach
1860 zu einer frühhistoristischen Heimstätte
edler Kunst, zu einem baulichen Spiegel seiner Denkungsart,
seiner Interessen und Neigungen, greifbar in einem Antikensaal
und einem Marschensaal, zu dessen Ausgestaltung seine Freunde
Heinrich von Dörnberg, Arthur Fitger, Erwin Küsthardt
und Otto Knille beitrugen.-
Allmers war Autodidakt. Beseelt
von einem schwärmerischen Fernweh galt seine frühe
Neigung der Naturkunde, insbesondere der tropischen Botanik.
Später weckten Hauslehrer sein Interesse an der Antike und
der Geschichte, insbesondere der Geschichte seiner Heimat. Zum
Bauern taugte er nicht. Sein freisinniger Vater ermöglichte
dem Sohn mehrere Reisen durch Deutschland, die Alpen und
Oberitalien, über die Allmers, häufig mit Gedichten
vermischt, vor allem in Bremer Tageszeitungen berichtete. 1858
erschien sein bahnbrechendes Marschenbuch mit dem
Untertitel Land- und Volksbilder aus den Marschen der Weser
und Elbe, die erste geschlossene Darstellung einer
deutschen Landschaft. Dieses Buch erregte u. a. Aufmerksamkeit
bei W. H. Riehl, dem Vater der wissenschaftlichen
Volkskunde, der ihn bald in Rechtenfleth besuchte.
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1858/59 verbrachte Allmers fast
anderthalb Jahre in Italien, wo er seinen lebenslangen Freund
Ernst Haeckel kennenlernte. Als literarisches Ergebnis dieser
großen Italienreise erschien 1869 der Band Römische
Schlendertage, ein subjektiv gehaltenes Skizzenbuch, das
zwölf Auflagen erlebte und das Italienbild des deutschen
Bürgertums zum Positiven verändern sollte.
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Allmers berühmtestes
Gedicht - weit über 100 hat er verfasst trägt
den Titel Feldeinsamkeit; bis heute ist es bekannt in
der von Johannes Brahms vertonten Liedfassung. Zu seinem 80.
Geburtstag verlieh die Universität Heidelberg Hermann
Allmers die Würde eines Ehrendoktors der Philosophie. Franz
von Lenbach malte ihn. Harro Magnussen schuf für die Bremer
Kunsthalle eine Büste von Allmers. Ein Abguss steht in dem
nach italienischem Geschmack angelegten Garten, wo die
Gastfreundschaft den Fremden mit Allmers Versen willkommen
heißt: Willkommen in des Hauses Mitte, und laßt
gefallen Euch des Hauses Sitte.
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Hermann Allmers
umfangreicher schriftlicher und graphischer Nachlass befindet
sich heute als Depositum im Archiv des Landkreises Cuxhaven,
Marktstr. 2, D-21762 Otterndorf. Das Allmerssche Anwesen gehört
seit 1988 dem Landkreis Cuxhaven. Träger des in ihm
untergebrachten Museums ist die Hermann-Allmers-Gesellschaft e.
V.
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Das Allmers-Heim erreichen Sie
von Bremen oder Bremerhaven kommend über die Autobahn A 27,
Abfahrt Hagen. Von dort fahren Sie nach Sandstedt und weiter nach
Rechtenfleth.
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Besichtigung:
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Während der
Sommermonate (April bis Oktober): DienstagSonnabend von
9.0011.00 und 14.0017.00 Uhr
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Sonntags nur 14.0017.00
Uhr.
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Besichtigungen während
der Wintermonate und Führungen sind telefonisch zu
vereinbaren unter:
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(++49) (0)4702 / 810
(Anrufbeantworter)
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Hermann-Allmers-Gesellschaft e.
V. Der Vorsitzende p/a Marktstr. 2 D-21762
Otterndorf
Adresse: Mittelstraße
1 27628 Sandstedt - Rechtenfleth Tel:04702/810
(Anrufbeantworter)
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