Lilienthal
gelegen im Dreieck Bremen Fischerhude
Worpswede lädt Sie ein, die spannende Beziehung von
Kunst und Landschaft kennenzulernen.-
A
Lilienthal Zentrum
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Den
Ausgangspunkt der Kulturwanderung bildet die kulturelle
Begegnungsstätte Murkens Hof in Lilienthal,
Klosterstr. 25. In Murkens Hof finden Ausstellungen
zeitgenössischer Kunst statt.
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Links
neben dem Gebäude steht die aus Eiche geschlagene Skulptur
Beziehungs-Los von dem Achimer Künstler
Bernhard Hanzal (1).
Das geflämmte Schwarz deutet auf die schmerzhaften Prozesse
und Probleme im Miteinander der Menschen hin. Unser Weg führt
uns, durch den Torbogen kommend, über die Klosterstraße
zum Rathaus. -
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Links sehen wir den
Rathausvorplatz mit dem bronzenen Skulpturenpaar Jan und
Lilly der Künstlerin Ingeborg Ahner-Siese
(2). Die jungen
Menschen studieren die Karte Europas.
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Auf derselben Seite vor der
Klosterkirche steht der aus Oberkirchener Sandstein gearbeitete
Abtissinnen-Brunnen, ebenfalls eine Arbeit der Künstlerin
Ingeborg Ahner-Siese (3).
Dieser Brunnen stellt eine Erinnerung an das ehemalige
Zisterzienser Kloster Lilienthal, welches 1232 durch den
Erzbischof Gerhard II aus Bremen gestiftet wurde, dar.
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Schräg gegenüber vom
Rathaus auf der rechten Seite befindet sich das Alte
Amtsgericht mit dem sich anschließenden
Skulpturengarten. Der Skulpturengarten wird begrenzt durch den
hölzernen Künstlerzaun von Alfons Nebmaier
(4)
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 Künstlerzaun
von Alfons Nebmaier.
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Nebmaier hat eine Werk
minimalistischer, mehrfarbiger Plastik geschaffen. In Volumen und
Ausrichtung identische Elemente werden rhythmisch so organisiert,
daß sich übergeordnete Superzeichen, Elementargefüge,
wie Dreieck, Rombus und Raute, leicht erkennen lassen.
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Im Garten wird unsere
Aufmerksamkeit auf die Skulptur Durchflußsperre
von Hans-Georg Filipschack (5)gelenkt.
Die Edelstahl-Skulptur erinnert an die durch die Mauer getrennte
Beziehung zwischen Ost- und Westdeutschland.
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Die von Nicola Dormagen
geschaffene Stele (6)
ist aus einem reinen Stamm gehauen, geschnitzt,
gesägt und später geschwärzt worden. Die Stele
symbolisiert die Verbindung zwischen Himmel und Erde.
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Wir verlassen den
Skulpturengarten und fahren rechts wieder auf die Klosterstraße,
an der Kreissparkasse vorbei bis zur Hauptstraße, in die
wir links einbiegen. Rechter Hand an der Ampelanlage sehen wir
den von Udo Rolf Gerdes gestalteten Marktplatz mit dem
integrierten Mühlsteinbrunnen (7),
der mit seinem rauschenden Wasser und den Mühlsteinen zum
Verweilen, Meditieren und Nachdenken einlädt. Die Mühlsteine
erinnern an die Zeit der Wassermühle in Lilienthal.
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Wir setzen die Fahrt entlang
der Hauptstraße fort und biegen die nächste Straße
links in den Fritz-Gagelmann-Weg ein, überqueren die kleine
Wörpebrücke, halten uns dann links auf dem
Mehlandsdeich bis zur Lake. Von der Lake biegen wir links in die
Klosterstraße.
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Unmittelbar an der Wörpe-Brücke
steht das Werk Die Fontäne des
niederländischen Künstlers Ralph Müller
(8). Die große
Schwester steht in unserer Partnergemeinde
Stadskanaal. Die farbige, stählerne Figur wurde anläßlich
des 20jährigen Bestehens der Partnerschaft mit Lilienthal
von der Gemeinde Stadskanaal geschenkt. Sie symbolisiert die
Fontäne, die Wasser in hohem Bogen in die Wörpe sprüht.
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Auf der anderen Brückenseite
vor Murkens Hof erblicken wir die minimalistische
Eisenkonstruktion von Marcel Heisterhagen (9).
Die sich durchdringenden Elemente stellen die Vereinigung von Yin
und Yang, männlichen und weiblichen Aspekten dar.
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B
Mühlendeich
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Wir
überqueren die Klosterstraße, fahren den schmalen Pfad
am Wasser entlang, dann links über die kleine Wörpebrücke
auf den Mühlendeich, rechts weiter bis wir im Lilienthaler
Gehölz linker Hand den Ort der Besinnung
des Bildhauers Hans-Georg Filipschack (10)
sehen.
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Mit dem Ort der
Besinnung will der Künstler auf die Vergänglichkeit
hinweisen, das Waldsterben thematisieren und gleichzeitig dem
Sterben das Sinnbild der Erneuerung entgegensetzen.
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Weiter
geht die Fahrt am Mühlendeich entlang bis zum Restaurant
Zur Wörpe. Hier begegnet uns Jan Torf,
Malzkaffee trinkend, vom Bremer Künstler Claus Homfeld
(11) geschaffen.
Der bronzene Jan Torf erinnert an die Zeiten, wo die
Wörpe mit Torfschiffen befahren wurde und die Schiffer und
Bauern hier Rast machten. -
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C
Falkenberg
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Weiter
geht die Fahrt entlang des Mühlendeiches bis wir nach ca.
500 m links in den Brauereiweg einbiegen, dann wieder links in
die Königsberger Straße und rechts in die Tilsiter
Straße. An der Ecke Tilsiter Straße/Falkenberger
Straße sitzt auf einer langen Bank die Wartende,
im Volksmund auch Die dicke Sophie genannt.
Diese Bronzefigur von Ingeborg Ahner-Siese (12)
gehört zum Zyklus Das Lebensalter und zeigt eine
Frau, alleinsitzend, die Geldtasche, das Hab und Gut in der Hand.
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D
Trupermoor
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Jetzt
fahren wir rechts die Falkenberger Landstraße entlang bis
der Jan-Reiners-Weg, die ehemalige Bahnlinie, kreuzt. Hier biegen
wir links in den Jan-Reiners-Weg, fahren durch Wiesen und Felder
bis die Viehreihe kreuzt. Wir biegen links in die Viehreihe ein
bis wir zur Straße Am Staugraben gelangen. Hier biegen wir
links ein und sehen an der Ecke Staugraben/Erlenweg auf der
rechten Seite ein buntes Haus mit einer Eule. An der Giebelseite
hat der Maler Rainer Ludwigs ein Dali-Bild nachempfunden. Vor dem
Haus steht der Eulenmann mit einer Eule.
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Diese bronzene Figur wurde von
Christoph Fischer (13)
entworfen und symbolisiert die Einheit von Mensch und Natur und
weist gleichzeitig durch die venizianische Maske auf den
theaterbegeisterten Hausbesitzer hin.
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E
WORPHAUSEN
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Wir
fahren weiter bis zur Viehreihe, setzen unseren Weg linker Hand
fort bis wir die Trupermoorer Landstraße überqueren
und dann in den Richtpad einbiegen. Wir fahren bis zur
Landwehrstraße. Dort biegen wir nach links, folgen der
Straße durch Felder und Wiesen bis wir nach ca. 1 km den
Graspad erreichen, in den wir rechts einbiegen. Der Graspad
mündet auf die Worphauser Landstraße, der wir links
folgen. An der Worphauser Landstraße liegt die Kath.
Heimvolkshochschule und Akademie Niels-Stensen-Haus. Folgen Sie
der Beschilderung und biegen Sie nach rechts von der Hauptstraße
ab. Vor dem Haupteingang des Niels-Stensen-Hauses befindet sich
eine Stele (14)
mit dem dem Portrait des dänischen Naturwissenschaftlers und
Theologen Niels Stensen (1638 1886). Die Stele ist
aus grünem Sandstein gefertigt. Das aufgesetzte
Niels-Stensen-Relief ist aus Bronze. Der Entwurf des Objektes
stammt von Prof. Hans Wienhausen aus Münster.
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 Portrait
des dänischen Naturwissenschaftlers und Theologen Niels
Stensen (1638 - 1686) von Hans Wienhausen. -
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Als Haus der Erwachsenenbildung
beheimatet das Niels-Stensen-Haus auch eine kleine Kapelle.
Die Architektur dieser Kirche hat sich an Zisterzienser-Baukunst
orientiert. Die heutige Ausgestaltung wurde im Jahre 1978 durch
den westfälischen Künstler Josef Krautwald
vorgenommen. Die Bildnisse der Emmaus-Jünger
und Heilige Familie sowie Altar,
Tabernakel und Ambo sind aus verzinktem Aluminium
gefertigt und prägen den Chorraum der Kirche. Beachtenswert
sind die farbigen Fenster des rückseitigen Giebels. Im
Atrium des Niels-Stensen-Hauses befinden sich einige
Außenplastiken des Bildhauers Hans-Georg Filipschack.
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 Brunnen
von Hans Etzhold. -
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Die Innenhöfe des
Niels-Stensen-Hauses sind klösterlichen Kreuzgängen
nachempfunden. In einem dieser Höfe befindet sich der
Brunnen des Lilienthaler Bildhauers Hans Etzold (15).
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Wir kehren zurück zur
Worphauser Landstraße, überqueren diese und kommen zur
Bauernhofanlage Lilienhof. Es handelt sich um alte, wieder
rekonstruierte Abbruchhäuser der Umgebung, die hier zu einem
Ensemble aufgebaut wurden. Auf einer Bank links neben dem
Bauernhaus sitzt das ältere bronzene Ehepaar, - Feierabend
von Ingeborg Ahner-Siese (16).
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 Feierabend
von Ingeborg Ahner-Siese. -
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Diese Figurengruppe gehört
zum Figurenzyklus Lebensalter und wurde
speziell für diesen Platz in Antragtechnik mit Marmorkörnung
und Zement hergestellt und ist ein Unikat. Mann und Frau sind am
Ende ihres Lebens angekommen, sitzen auf der Bank und reden
miteinander.
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Wir fahren den kleinen Sandweg
am Sportplatz zurück, biegen in die Gartenstraße und
stoßen auf die Querreihe, in die wir links abbiegen. Gleich
rechter Hand folgen wir einem schmalen Pfad, der an einem
Sportplatz vorbei auf den Schulhof der Grundschule Worphausen
führt. Diesen überqueren wir und erblicken hinter dem
Schulgebäude im Gras sitzend die Bronzefigur
Lautenspielerin, diese wurde 1953 von Ingeborg
Ahner-Siese (17)
geschaffen und symbolisiert in ihrer Versunkenheit beim
Lautenspiel die Einheit zwischen Mensch und Musik.
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Wir setzen den Weg fort und
kommen zur Lüninghauser Landstraße, in die wir links
einbiegen. Dieser Straße folgen wir ca. 3 km bis wir zur
alten Mühle kommen. Hier biegen wir in die Straße
rechts Hinter dem Berg ein, die einen kleinen Bogen um den Berg
macht. Wir überqueren die Frankenburg und kommen in die
Straße Auf der Frankenburg. Rechter Hand sehen wir die
Erhebung Höge mit der Freilichtbühne.
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F
Moorhausen
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Wir
führen unseren Weg weiter fort, befahren den Speckendamm,
der später zur Klosterweide wird. Die Klosterweide mündet
in die Moorhauser Landstraße, in die wir rechts einbiegen.
Nach ca. 200 m sehen wir auf der rechten Seite das Gelände
des Evangelischen Hospitals mit dem Mensingstift. Hier biegen wir
rechts ein bis wir zu der kleinen Martinskirche kommen. An dieser
Kirche ist ein Sandsteinrelief (20)
des Worpsweder Künstlers Ulrich Conrad, das den
Heiligen Martin mit seinem Pferd darstellt. Im Innern der Kirche
sehen wir einen aus Stein gemeißelten Altartisch.
Dieser ist wie auch das Diakoniekreuz (21)
am Martinskrankenhaus und die Auffliegenden Vögel
(22) am
Therapiezentrum, stammen vom Worpsweder Künstler Ulrich
Conrad.
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Wir fahren zurück zur
Moorhauser Landstraße und setzen den Weg nach rechts fort
bis nach wenigen Metern der Jan-Reiners-Weg kreuzt. Der
Jan-Reiners-Weg wurde früher von der Eisenbahn Jan Reiners
befahren; heute von Radfahrern und Fußgängern genutzt.
Wir überqueren die Moorhauser Landstraße und biegen
links in den Jan-Reiners-Weg ein bis nach ca. 100 m auf der
rechten Seite nach dem Supermarkt eine Verbindungsstraße
erscheint. Diese biegen wir rechts ein bis wir zur Falkenberger
Landstraße kommen. Schräg gegenüber ist der
Friedhof. Wir überqueren die Falkenberger Landstraße.
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Am
Friedhof ist ein Piktogramm des
niederländischen Künstlers Arjen Boerstra (23),
der im Jahre 1993 anläßlich eines Bildhauersymposiums
die vielen Schilder in Lilienthal aufgenommen hat und zu neuen
Piktogrammen verarbeitet hat. Aus diesem Piktogramm können
wir Haus, Behausung in Grau/Weiß/Schwarz herauslesen. -
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Unser Weg führt links die
Hauptstraße entlang bis zum Gehölz. In der Mitte des
Fahrradweges am Gehölz sehen wir ein weiteres Piktogramm
(24) des
niederländischen Künstlers Arjen Boerstra.
Diesmal greift er die Umgebung Wald auf und setzt sie in seine
eigene künstlerische Sprache um.
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Am Ende des Wäldchens
biegen wir links in den Wald hinein, durchqueren diesen bis wir
zur Wörpe kommen, wo unser Weg rechts bis zur Murkens Hof
führt, wo unsere Rad-Wanderung begann.
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Konzeption: Kulturamt
Lilienthal
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Antke Bornemann, in
Kooperation mit dem Niels-Stensen-Haus
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Burckhard Rehage
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Fotos: Roger Bartsch
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Auskünfte: Kulturamt
042 98/929 118
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